TSV Sparrieshoop von 1951 e.V.

 

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Mannschaftsfoto

... während der Europameisterschaft 1992 in Schweden

Damals traf sich eine kleine Gruppe von Fußballfans und schaute sich die Spiele im Fernsehen an. Bei einem Spiel der Deutschen Mannschaft haben die Männer mal wieder kräftig gelästert. Speziell aber über die Einwechselung von Jürgen Klinsmann.

Da kamen die Frauen ins Spiel, die ja fast alle für diesen Schönling schwärmten. Auf einmal fiel der entscheidende Kommentar:„Ihr könnt ja nur lästern. Aber wenn es darauf ankommt, würdet ihr ja nicht mal gegen uns Frauen ein Spiel gewinnen !" Das konnten wir ja nicht auf uns sitzen lassen. Kurzerhand wurde ein Spiel – Männer gegen Frauen- organisiert.

Während der nächsten Tage merkten wir, dass es die Frauen Ernst meinten. Hinter dem Hof, auf einer Kuhwiese, begannen sie auf einmal zu trainieren. Nun wurde es ernst. Wir (die Männer) mussten auch etwas tun, um uns bei dem Spiel nicht zu blamieren. So begannen wir auch auf eben dieser Kuhwiese zu trainieren.

Aber als wir auf etlichen Kuhfladen ausgerutscht sind und das Gras immer höher wurde, suchten wir nach anderen Trainingsmöglichkeiten. So sind wir auf den damaligen Bolzplatz der Gemeinde Klein-Offenseth Sparrieshoop im Eichenweg gezogen. Dort wurde von nun an unter „normalen“ Bedingungen trainiert.

Endlich war es dann soweit. Das Spiel -Männer gegen Frauen- konnte beginnen. Über die spielerische Qualität ließ sich streiten, und das Ergebnis war Nebensache. Am Ende freuten sich alle über die sportliche Aktivität. Und alle waren sich einig: Das muss weitergeführt werden.

So trafen wir uns jeden Freitag um 18.00 Uhr auf dem Bolzplatz und traten kräftig gegen die Lederkugel. Das sprach sich im Dorf schnell rum, so dass die Truppe immer größer wurde. Die Trainingseinheiten wurden immer intensiver. Damit konnten die Frauen sich schließlich nicht mehr anfreunden und hörten auf.

Trainiert wurde von 18.00 bis 20.00 Uhr. Dies wurde in den Wintermonaten zu einem Problem, da es wegen der früh einsetzenden Dunkelheit nicht mehr möglich war den Ball zu erkennen. So löste sich die Truppe in den Wintermonaten auf, und es war schwierig alle im Frühjahr wieder neu zu motivieren, um weiter zu machen.

Dieser Umstand bewog uns nach 3 Jahren nach Alternativen zu suchen. Schnell wurde der Kontakt über Günter Korff und Hans Pillatzke zum TSV Sparrieshoop hergestellt. Und wir wurden uns einig.

Da wir nicht an einem regelmäßigen Punktspielbetrieb interessiert waren, konnten wir als eigenständige Freizeitfußballmannschaft die Sportanlage nutzen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal beim TSV Sparrieshoop dafür bedanken. Ab sofort konnten wir nun auch im Winter unter Flutlicht spielen.

Mittlerweile sind wir feste Mitglieder des TSV und eine eigene große Sparte in der Fußballabteilung. Der Freizeitgedanke steht aber noch immer im Vordergrund.

Jeden Freitag, ob es regnet oder schneit, kicken die WILDE30er auf einem Rasenplatz in Sparrieshoop. Wetter, Regeln oder Resultat sind nicht so wichtig. Hauptsache, man hat sich bewegt, sich geärgert und gelacht. Und vielleicht ein schönes Tor geschossen !

… Es ist 19.00 Uhr

Knapp 20 Spieler im Alter zwischen 18 und 53 Jahren machen sich warm. Zehn Minuten später bringt einer die grünen Leibchen. Wer sich einens überstreift, entscheidet sich in Sekunden. Ein alter Hase teilt die Mannschaften ein. Versucht, gleich starke Teams zu bilden. Denn ein späteres 7:0 wäre einfach zu langweilig!

Wilde30er sein, das funktioniert so: Man spielt mit, wenn man will. 52-mal im Jahr oder nur, wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen. Neue Spieler sind immer willkommen: Einfach auf den Platz kommen, und schon gehört man dazu. Besucht man regelmässig das Training, sollte man für einen geringen Jahresbeitrag Mitglied werden.

Gespielt wird quer über das Feld auf kleine Trainingstore. Außenlinien gibt es nicht, auch keine Schiedsrichter. Statt starrer Regeln gilt ein Ehrenkodex. Klar ist: Die ganze Zeit vor dem gegnerischen Tor herumzulungern, gehört sich nicht. Bemerkenswert auch: Der Torwart selbst entscheidet, ob ein Ball im Toraus war oder nicht. Ehrlichkeit ist angesagt. Das funktioniert erstaunlich gut. Gefoult wird so gut wie gar nicht. Und wenn doch einmal ein Spieler einem ausgestreckten Bein nicht mehr ausweichen kann, ruft er noch im Fallen: "War nix!", und danach gibt es ein Handshake. Freistöße sind selten, der Ball ist eigentlich immer im Spiel.

Nur in einem Punkt herrscht keine Einigkeit: "Wie steht es eigentlich?" "Sechs-Vier!" ruft einer. "Quatsch, Fünf-Acht!" brüllt ein anderer. Wer jetzt aber Streit oder gar eine Prügelei erwartet, liegt total falsch - das Spiel läuft weiter, als wäre nichts gewesen. Das Ergebnis ist eben nicht das Wichtigste, hier wird ganz einfach Fußball gespielt!
Spätestens in der "dritten Halbzeit" im Vereinsheim und nach dem einen oder anderen "Sportlergetränk" ist jeder mit seiner Leistung zufrieden und es werden die tollen Kombinationen und einmaligen Tore noch einmal diskutiert.

Neue Spieler kommen durch Mund-zu-Mund-Propaganda dazu. Einigen Freizeitkickern genügt es, einmal pro Woche zu spielen, andere pflegen rege Kontakte zu anderen Teams. Die Wilde30er nehmen an Turnieren teil und laden andere Mannschaften zu Freundschaftsspielen ein.

Man unternimmt gemeinsame Ausfahrten, auch mit der Familie und eine Weihnachtsfeier steht auch jedes Jahr auf dem Programm.

Höhepunkt der Saison ist immer das von den Wilde30er ausgerichtete Freizeitfussball-Turnier auf der Anlage des TSV Sparrieshoop. Bis zu 20 Mannschaften Kämpfen den ganzen Tag auf den Plätzen, um am frühen Abend den begehrten Pokal in den Händen zu halten. Danach wird auf der Anlage gefeiert, mit allem was dazu gehört.

Das soll an Informationen reichen. Vielleicht besuchst Du uns ja mal in der Rosenstrasse.
Kontakt: info@wilde30er.de (Email)
Homepage: http://www.wilde30er.de/
Aktualisiert: 15.05.2007 durch skonetzny
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